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Alle Informationen zu Glasfaser-Tarifen


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Ratgeber: Glasfaser-Internet – Angebote, Infos und mehr

Glasfaser-Tarife im Vergleich

Schnelles Internet mit 1.000 Mbps und mehr: Glasfaser steht für Gigabit-Speed.

Foto: iStock.com/Daniel Chetroni

Glasfaser verspricht superschnelles Internet im Gigabit-Bereich. Doch wie funktioniert der Breitbandanschluss der nächsten Generation? Wie viel kostet Glasfaser? Und wo ist Glasfaser verfügbar? COMPUTER BILD liefert Antworten!

    Klassisches DSL auf der Basis von Kupferkabeln ist in Deutschland nach wie vor die am stärksten verbreitete Anschlussart für Festnetz-Internet. Doch Glasfaser ist auf dem Vormarsch, die Provider haben in den vergangenen Jahren den Ausbau massiv vorangetrieben. Die Ziele der Telekom sind ambitioniert: Im April 2023 meldete das Unternehmen, dass inzwischen 5,8 Millionen Haushalte in Deutschland einen Glasfaseranschluss mit eine Bandbreite von 1 Gigabit pro Sekunde buchen können. Bis 2030 sollen dann alle Haushalte in Land direkten Glasfaser-Zugang per FTTH (siehe unten) erhalten.

    Enormes Datentempo über große Entfernungen und für viele Haushalte schaffen nur Glasfaser-Leitungen. Bei DSL dagegen ist das Tempo ausgereizt, es bricht zudem bei längerer Entfernung zwischen Telefonbuchse und Verteilerkasten in der Straße deutlich ein. Bei Internet über TV-Kabel wiederum ist das Maximaltempo zwar enorm hoch. Doch teilen sich oft so viele Nutzer die Bandbreite, dass die verstopften Leitungen an manchen Orten mit sehr vielen Kunden in Zeiten gleichzeitiger starker Nutzung die Daten nur noch tröpfchenweise durchlassen. Die Vorteile von Glasfaser sind seit Jahrzehnten bekannt. Dennoch bauten in den vergangenen Jahren vor allem regionale und Nischenanbieter wie Deutsche Glasfaser, M-Net oder 1&1 Versatel echte Glasfaseranschlüsse – und das oft zunächst nur für Firmenkunden.

    Glasfaser-Tarife: So viel kostet ein Anschluss

    In Deutschland gibt es wenige überregionale und viele regionale Provider, die Glasfaser-Anschlüsse anbieten. In Kooperation mit dem Vergleichsportal

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    liefert COMPUTER BILD eine Übersicht über aktuelle Glasfaser-Tarife ab einer Download-Geschwindigkeit von 500 Mbps. Sie erfahren ebenfalls, wo diese aktuell erhältlich sind und welchen Router der Anbieter zu welchen Kosten dazu liefern kann.

    Tarife überregionaler Glasfaser-Anbieter

    Die genannten Anbieter sind generell bundesweit aktiv, ein entsprechender Anschluss ist aber längst nicht überall verfügbar. Es kommt immer auf den aktuellen Stand des Glasfaser-Ausbaus an Ihrem Standort an.

    Tarife überregionaler Glasfaser-Anbieter

    VIDEO: Glasfaser - alles, was Sie über den schnellsten Internetanschluss wissen müssen | Glasfaser
    EWE business

    Alle Angaben – Stand: Juni 2023

    Tarife großer, regionaler Glasfaser-Anbieter

    Diese regionalen Glasfaser-Anbieter sind in ihrem jeweiligen lokalen Verbreitungsgebiet aktiv. Welcher das aktuell ist, sehen Sie in der Tabelle unter "Verfügbarkeit". Das bedeutet allerdings nicht, dass das ganze Bundesland versorgt wird. Oft sind es nur einzelne Orte oder Landkreise.

    Tarife regionaler Glasfaser-Anbieter (Auswahl)

    VIDEO: Kurz erklärt. Wie kommt die Glasfaserleitung in die Wohnung?
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    Alle Angaben – Stand: Juni 2023

    Es sind vor allem vier Gründe, warum der Glasfaser-Ausbau in Deutschland so lange dauert. Zum einen ist das Verlegen von Glasfaserleitungen laut Telekom rund fünfmal so teuer wie etwa in Italien. Denn Glasfaserleitungen müssen meist im Tiefbau verlegt werden – so als handele es sich um dicke Abwasserrohre. Dabei sind längst einfache und günstige Techniken verfügbar. Zum anderen können die Genehmigungen für das Verlegen von Glasfaser-Leitungen Jahre auf sich warten lassen. Grundstücksbesitzer müssen für die Durchquerung zustimmen, gerichtliche Auseinandersetzungen sind dabei an der Tagesordnung. Auch die Deutsche Bahn muss einer Unterquerung ihrer Trassen zustimmen. Das kann dauern.

    Glasfaser-Ausbau

    Glasfaser-Ausbau: Das Verlegen neuer Leitungen ist teuer und dauert.

    Foto: iStock.com/Jaap2

    Zudem lohnt sich der Ausbau auf dem dünn besiedelten Land oft schlichtweg nicht. Die Kosten pro Haus sind zu hoch. Und selbst wenn irgendwann ausgebaut ist, buchen viele Anwohner oft keine Glasfaser-Tarife – auch, weil auf dem Land viele Senioren wohnen. Zuletzt kann es passieren, dass sich die Internet-Anbieter gegenseitig blockieren. Vielerorts gibt es lokale Ausbau-Initiativen. Gleichzeitig verstärkt auch die Telekom den Glasfaser­-Ausbau. Geht es ums Verlegen der Leitungen, bremsen sich die Anbieter oft aus. Etwa wenn die Telekom nach Start der lokalen Initiative plötzlich selbst aktiv wird oder lokale Behörden versuchen, den großen Anbieter zu behindern.

    Der Speedtest von COMPUTER BILD

    Hakende Verbindung, Tempo-Versprechen der Provider? Testen Sie, wie schnell Ihr Anschluss wirklich ist! So erfahren Sie Download, Upload, Latenz (Ping).

    Anders als bei Internet via DSL- oder Kabelfernseh-Leitung ist der Markt für Glasfaser-Internet sehr fragmentiert und wird von vielen kleinen, lokal agierenden Anbietern bestimmt. Diese haben in den vergangenen Jahren auf eigene Faust ihre Regionen entsprechend erschlossen und eigene Leitungen verlegt. Die Telekom sucht daher für ihre großen Ausbaupläne den Kontakt zu diesen kleineren Providern. Schon jetzt betreibt die Telekom den Glasfaserausbau im Nordwesten der Bundesrepublik etwa über das gemeinsam mit dem regionalen Versorger EWE gegründete Unternehmen "Glasfaser Nordwest", in Münster mit den Stadtwerken. In anderen Ecken der Bundesrepublik gibt es ähnliche Kooperationen zwischen der Telekom und lokalen Anbietern oder auch zwischen größeren und kleineren regionalen Providern.

    Manche Telekom-Wettbewerber befürchten allerdings, dass die Telekom dabei die Daumenschrauben für die Konkurrenz anzieht. Doch als Ergebnis könnte sich die Telekommunikations-Welt in Deutschland ebenso polarisieren: auf der einen Seite die Koalition aus Telekom und großen regionalen Providern mit ihrem stetig wachsenden Glasfasernetz, auf der anderen Seite Vodafone mit seinem für Gigabit-Tempo aufgerüsteten TV-Kabelnetz.

    Apropos Kabelnetz: Viele Bürger stellen sich ohnehin die Frage, warum man nicht gleich zu Internet via TV-Kabel greifen sollte? Denn anders als bei DSL kann etwa Vodafone per Kabel über die moderne Technik DOCSIS 3.1 nach eigenen Angaben bereits 22 Millionen Kabelanschlüsse mit Geschwindigkeiten bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde (Mbps) versorgen. Insgesamt gab es deutschlandweit Ende 2022 rund 26 Millionen solcher Anschlüsse, so der Bericht des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Zum Vergleich: Zum gleichen Zeitpunkt gab es gut 10 Millionen Glasfaser-Anschlüsse (FTTB/FTTH) hierzulande.

    Im COMPUTER BILD-Speedtest lieferte der

    Vodafone GigaZuhause 1000 Kabel

    genannte Gigabit-Tarif von Vodafone beeindruckende Spitzengeschwindigkeiten. Allerdings: Er zeigte zum Beispiel abends und an Wochenenden auch starke Temposchwankungen. Tipp: Bevor Sie einen Gigabit-Kabelanschluss buchen, sollten Sie die Nachbarn nach ihren Erfahrungen fragen.

    In diesem Artikel hat COMPUTER BILD für Sie aktuelle Tarife für schnelle Verbindungen ab 500 und 1.000 Mbps zusammengetragen. Diese sind ab rund 60 Euro im Monat zu haben, kosten also etwa 15 bis 20 Euro pro Monat mehr als ein normaler DSL-Anschluss. So gehen Sie vor, um einen dieser Tarife zu buchen:

    • Verfügbarkeit prüfen: Checken Sie auf den Internetseiten der Provider, ob Glasfaser an Ihrer Adresse überhaupt verfügbar ist. Sie müssen dabei einen Anbieter wählen, der in Ihrer Stadt oder Region aktiv ist.
    • Interesse anmelden: Falls aktuell kein Glasfaser-Anschluss bei Ihnen verfügbar ist, bekunden Sie Ihr Interesse. Bei der Telekom geht das etwa über die Seite www.telekom.de/schneller. Die meisten Anbieter bauen dort bevorzugt aus, wo sich viele Kunden gemeldet haben. Ein Vertrag kommt dadurch noch nicht zustande.
    • Tempo wählen: In der Regel reicht ein Anschluss mit einem Download-Tempo von 500 Mbps, das Upload-Tempo ist mit 100 Mbps und mehr sowieso deutlich höher als bei DSL und Kabel.

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    Grundsätzlich kann jeder Hausbesitzer individuelle Angebote zum Glasfaseranschluss einholen. Erschwinglich wird das aber nur, wenn in der Nähe ohnehin ausgebaut ist. Umgekehrt gilt: Wird in Ihrer Straße Glasfaser gelegt, nehmen Sie unbedingt das Angebot für das kostenlose Legen des Hausanschlusses an – auch wenn sie aktuell gar keinen schnellen Glasfaser-Anschluss brauchen. Denn ein späterer Anschluss an die Glasfaser-Leitung kostet rund 800 Euro. Gleichzeitig steigt der Wert der Immobilie. Wer gerade ein Haus baut, sollte passende Anschlussrohre für Glasfaser gleich legen lassen. Oft gibt es dafür spezielle Programme.

    Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser. Es gibt unterschiedliche Anschlussarten. Die wichtigsten sind FTTH und FTTB.

    • Bei FTTH-Anschlüssen (Fiber To The Home) reicht die Glasfaser bis in den Wohnraum. Hier ist meist ein externes Modem installiert, an das sich jeder beliebige Router per LAN-Kabel anschließen lässt. In einigen Fällen müssen Kunden die Glasfaser direkt mit dem Router verbinden. Er benötigt dann ein entsprechendes Modem, mit dem etwa die FritzBox 5590 Fiber ausgestattet ist.
    • Bei FTTB-Anschlüssen (Fiber To The Building) reicht die Glasfaser bis in den Keller, sie leiten die Daten mithilfe der Technik "G.fast" über die Telefonkabel im Haus weiter in die Wohnungen. Es sind also keine reinen Glasfaser-Anschlüsse. Dennoch sorgt die Technik für deutlich mehr Tempo als bei normalem DSL. Der Router steckt wie bei DSL in der Telefondose, er muss aber auch G.fast beherrschen. Das aktuelle AVM-Modell mit G.fast ist die FritzBox 7583.
    • Vorsicht: Einige DSL- und Kabel-Provider sprechen von Glasfaser-Anschlüssen, auch wenn sie nur bis zum Verteilerkasten am Straßenrand mit Glasfaser nachgebessert haben. Das ist etwa bei VDSL und Kabelanschlüssen mit DOCSIS 3.1 der Fall. Prüfen Sie vor dem Buchen also genau, ob es sich wirklich um FTTH oder FTTB handelt.

    AVM FritzBox 5530 mit Glasfaser-Anschluss

    FritzBox 5530: Der Router von AVM hat einen direkten Glasfaser-Anschluss.

    Foto: AVM

    Glasfaser-Tarife: Häufig gestellte Fragen

    Was kostet Glasfaser monatlich?

    Die Tarife schwanken preislich abhängig der bereitgestellten Maximalgeschwindigkeit. Zwischen 20 bis 100 Euro pro Monat kostet ein Glasfaser-Tarif mit einer Bandbreite zwischen 50 und 1.000 Mbps. (Stand: Juni 2023). Viele Provider locken Neukunden mit Rabatten auf den Grundpreis in den ersten sechs oder zwölf Monaten der Mindestvertragslaufzeit.

    Was ist Glasfaser-Internet?

    Darunter versteht man einen Internet-Anschluss, der (vollständig) via Glasfaser realisiert wird. Zu unterscheiden ist zwischen verschiedenen Varianten: Bei FTTH (Fiber To The Home) reicht die Lichtleiter bis in den Wohnraum – der Best-Case. Nur bis in den Keller und von dort per G.fast-Technik in die Wohnung gelegte Glasfaser nennt sich FTTB (Fiber To The Building). Bietet der Provider Glasfaser lediglich bis zum Verteilerkasten an, handelt es sich genau genommen nicht um einen Glasfaser-Anschluss, wenngleich Anbieter gern Gegenteiliges behaupten. In dem Fall überbrückt Kabel- mit DOCSIS 3.1 oder VDSL-Technik die letzten Meter bis zur Wohnung.

    Was braucht man für einen Glasfaser-Anschluss?

    Das Wichtigste ist logischerweise gelegte Glasfaser (FTTH oder FTTB), ohne geht es nicht. Ist das nicht gegeben, besteht die Möglichkeit, als Mietergemeinschaft oder Besitzer von Einfamilienhäusern regionale oder bundesweit agierende Anbieter zu kontaktieren und ein Angebot einzuholen. Die einmaligen Installationskosten würden unter den Nutznießern aufgeteilt werden. Nicht selten gibt es die Installation sogar kostenlos, wenn der Antragssteller anschließend einen Zweijahresvertrag für einen Internet-Tarif unterschreibt.

    Ist Glasfaser das Beste?

    Glasfaser gehört mit Sicherheit die Zukunft. Doch bis eine nahezu flächendeckende Verfügbarkeit gegeben ist, dürften hierzulande noch ein paar Jahre verstreichen. Die Ausbaugeschwindigkeit hat aber in den letzten zwei Jahren deutlich zugenommen. Vorerst bleiben aber (V)DSL und Kabel die verbreitetsten Internet-Anschlüsse mit den jeweiligen Stärken und Schwächen.

    Sources


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    Author: Ian Fields

    Last Updated: 1703754004

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